ECHT GRÜN
Die Mariahilfer Alternative

Mollardgasse 64: Bauskandal weitet sich aus!

19 Jul

Ohne jeden Genierer setzt die Firma STRABAG ihre illegale Bautätigkeit in der Mollardgasse 64 fort – trotz Bauverbot und Abbruchbescheid!

Illegale Bautätigkeit in Schutzzone

Bereits am 22. März hatte die Baupolizei per Bescheid die in einer Schutzzone gelegene Baustelle schließen lassen. Hier sollten 28 Eigentumswohnungen entstehen. Dafür wurden von der Baupolizei zwei verschiedene Baugenehmigungen erteilt: Eine für den Neubau an der Mollardgasse und eine für den Altbau, der an die Gustav Adolf Kirche grenzt.

Grund für die ungewöhnlich harte Maßnahme durch die MA 37: Der nicht genehmigte Abriß des hofseitigen Altbaus, von dem lediglich eine ruinenartige Ziegelmauer stehen geblieben war. Wegen dieser Vorgangsweise war die Baugenehmigung für den hinteren Traktes verfallen und jeder Neubau an dieser Stelle verboten.

Eindeutiges Rechtsgutachten: Baueinstellung und Abbruch

Allein: Der Firma STRABAG war das ziemlich wurscht! Gegen den amtlichen Bescheid wurde halt Berufung eingelegt – und es wurde fröhlich weitergebaut. Bei der Berufungsverhandlung am 7. Mai wurde dann seitens des Bezirks dezidiert darauf hingewiesen, dass nach dem Abbruch des Hoftraktes jede weitere Bautätigkeit illegal sei.

Daraufhin – PingPong! – wieder eine Gegendarstellung der STRABAG: Es sei doch eh alles Rechtens! Nun ließ die Bezirksvorsteherin ein Rechtsgutachten der MA 64 einholen – und diese gab dem Bezirk am 23. Juni in allen Punkten Recht: „Es wurde die gesamte Dachfläche, die Giebelfläche, Teile der Umfassungsmauern und sämtliche Trenn- und Deckenwände entfernt. Tatsächlich sind keine raumbildenden Gebäudeteile mehr vorhanden, sondern es sind lediglich Teile der Umfassungsmauern stehen geblieben.“

Und daher folgert die MA 64 unmißverständlich: „Aufgrund der fehlenden Bewilligung besteht ein konsensloses Bauwerk, welches zu beseitigen ist. Es ist daher der Auftrag zu erteilen, die verbliebenen konsenslosen Gebäudeteile abzutragen.“

Höchst aufklärungsbedürftige Manipulationen

Würde die Firma STRABAG nun ihre illegale Bautätigkeit einstellen und die unrechtmäßig errichteten Gebäudeteile wie vorgeschrieben abbrechen? Weit gefehlt! Und jetzt wird es wirklich spannend: Ohne jeden ersichtlichen Grund wurde dem bisher mit dem Fall betrauten korrekt handelnden Beamten der Fall entzogen und von einem anderen plötzlich Zuständigen für den 30. Juli eine neuerliche Bauverhandlung ausgeschrieben! Die Hintergründe können sich jene, die mit gewissen Usancen im Baugewerbe vertraut sind, lebhaft ausmalen.

Diese dreiste Vorgangsweise war dann dem zuständigen Stadtrat Ludwig zuviel: Die schon angesetzte Bauverhandlung wurde postwendend wieder abgesagt! Und wir sind der Meinung, dass es jetzt langsam reicht: Sollte die Baufirma weiterhin sämtliche offiziellen Bescheide ignorieren und illegal weiterbauen, so fordern wir die umgehende Beschlagnahme der Baugeräte!

ECHT GRÜN – Die Mariahilfer Alternative für konsequente Bezirksarbeit


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