ECHT GRÜN
Die Mariahilfer Alternative

Team 2010

ECHT GRÜN

Manfred RakouskyManfred Rakousky
Grüner Klubvorsitzender und Bezirksrat
Bereits über 30 Jahre Protagonist und Mitarbeiter der Wiener Alternativszene
Lebt und arbeitet in Mariahilf
Der Bogen spannt sich von der Anti-AKW, und Burggartenbewegung über die neue Arena, Kulturzentrum Gassergasse, Kultur/Kommunikationszentrum TU-Klub, bis zur Telefonzeitung ANNA, PiratInnenradio ( späteres Radio Orange ) und letztendlich zum HTU Cinestudio.
Ab 2000 Kulturmanagement mit Fokussierung auf das Thema Film
Ab 2001 Bezirksrat der Grünen Alternative Mariahilf
Gremien: 8 J. Bezirkekonferenz, 3 J Landeskonferenz
Ab 2008 Klubobmann der Grünen Alternative Mariahilf
Schwerpunkte: Verkehr / Kultur / Finanz / Planung und Bauten

Positive Bilanz:
Verbesserung des Radwegnetzes und des öffentlichen Verkehrs, Straßenrückbau (Linke Wienzeile), Verbesserung des öffentlichen Raumes (u.a. Naschmarkt und Parks), Gehsteigverbreiterungen nach Gender Mainstreamingprinzip, Gründung einer Marktkommission für die langjährige Naschmarktrenovierung, Verhinderung der Naschmarkttiefgarage, kulturelle Innovationen
im Bereich Bezirkskultur, Vorarbeiten für Erinnerungskultur

Wahlziel :
Mit Hilfe von langer Hand aufgebauten Netzwerken, Kontakten und Unterstützungsebenen, Mariahilf in einen grünen Bezirk zu verwandeln, in dem Aufenthalts- und Verweilräume dominieren und nicht überforderte Durchzugsachsen.
Die AnrainerInnen in Lösungskonzepte und Veränderungsvorschläge einzubeziehen und deren kreatives Potential nutzen, damit Planungsdirigismus und Durchgriffskonzepte weniger Chancen haben!


Andreas PartAndreas Part
Grüner Bezirksrat

Ich bin nun schon seit 5 Jahren Bezirksrat und durfte in diesem Zeitraum viele Erfahrungen bezüglich Probleme und Aufgaben der Lokalpolitik in Wien sammeln. Der Job eines Bezirksrates liegt als Schlussfolgerung aus dieser Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen wichtiger Kontrollinstanz (Mitsprache bei Budgetfragen etc…) und totaler Kleinkariertheit (Anträge auf Versetzung von Mistkübeln bei Bezirksvertretungssitzungen etc…).
Gekümmert habe ich mich in der letzten Zeit vor allem um jene Gegend, in welcher ich wohnhaft bin und den Anliegen der BürgerInnen dort und als leitender Angestellter der Grünen AusländerInnenberatungsstelle – alias „Flughafen- Sozialdienst“ – um Integrationsfragen.
Da ich auch als Lehrer beschäftigt bin liegen mir schulische Fragen nahe, vor allem im Zusammenhang mit der „zunehmenden Verjüngung“ unseres Bezirkes viel zu spät begonnenen Erweiterung des Schul- und Betreuungsanbotes für Kinder und Jugendliche.


Susanne PircherSusanne Pircher
Grüne Bezirksrätin

Schon seit 2005 nehme ich durch mein Mandat gerne die Möglichkeit wahr, Mariahilf aktiv mitzugestalten und grüne Ideen einzubringen und umzusetzen. Besonders liegen mir Soziales, Kultur und der öffentliche Raum am Herzen. Derzeit versuche ich etwa eine Vergrößerung des Loquaiparkes und eine Verkehrsberuhigung für die angrenzenden Straßenzüge unter Zuhilfenahme des „Fair-teilen“- Konzeptes zu erreichen.

Auch wenn Mariahilf zu den beliebtesten Wohnbezirken Wiens zählt – als Bezirksbewohnerin weiß auch ich seine Vorzüge zu schätzen – gibt es gerade in den nächsten Jahren einiges zu tun. 2011 soll der Ganslwirt Neu im Westen des Bezirkes eröffnet werden, den einige Fraktionen am liebsten zusammen mit den anderen sozialen Einrichtungen aus dem Bezirk verbannen würden.

Die Sanierung des Naschmarkts erfolgt ebenfalls in den nächsten Jahren – die ersten Opfer der roten Sanierungspolitik waren die Jugendstil-Kandelaber. Gerade in solchen Belangen ist es wichtig, grüne Ideen und Visionen einzubringen.

Eines unserer wichtigsten Anliegen ist, die verkehrsgeplagten BewohnerInnen zu entlasten, leider scheitern unsere Anträge an der Angst der anderen Fraktionen vor ihren autofahrenden WählerInnen.

Kurz gesagt, ich habe noch genügend Ideen und Engagement für eine zweite Legislaturperiode in der Mariahilfer Bezirksvertretung und wäre sehr froh, den sechsten Bezirk weiterhin im grünen Sinne mitzuprägen!

Neben meinem politischen Mandat habe ich trotz Teilzeitjob in einer Bibliothek, entzückender dreijähriger Tochter und der Funktion der stellvertretenden Obfrau in deren Kindergruppe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, mein Studium der deutschen Philologie doch noch zu vollenden.


Richard WeihsRichard Weihs
Grüner Bezirksrat

Von Beruf bin ich Autor, Musiker und Kabarettist. Ich lebe seit 41 Jahren an der Linken Wienzeile beim Naschmarkt. Im Jahr 1979 gründete ich gemeinsam mit anderen AnrainerInnen die „Bürgerinitiative Denzelgründe“, die sich für die Einrichtung eines Parks auf einem leer stehenden Grundstück an der Wienzeile einsetzte.

Nach zweijährigem Kampf konnte die Gemeinde Wien zum Ankauf des Areals bewogen werden. Die Initiative setzte dann auch die teilweise Öffnung der „G’stettn“ als provisorische Parkanlage durch, die von uns selbst gestaltet und fünf Jahre lang betreut wurde.

1982 wurde ich zum ersten grün-alternativen Bezirksrat Mariahilfs gewählt. Als Ein-Mann-Fraktion stellte ich oft mehr Anträge als alle anderen Fraktionen zusammen – diese wurden von den anderen Mandataren jedoch fast immer gnadenlos niedergestimmt. Jahre später wurden viele davon aber von den anderen Parteien wieder aufgegriffen und als eigene Errungenschaft gefeiert…

Im Jahr 1986 wurde aus dem kleinen provisorischen Park eine größere städtische Parkanlage: Der „Grünwald-Park“ – immerhin der zweitgrößte Park des Bezirks. Die Bemühungen der Bürgerinitiative um eine weitere Vergrößerung der Anlage waren leider vergebens: Nach und nach verbaute die Autofirma Denzel (stets unterstützt von den etablierten Parteien) den oberen Teil der Gründe.

Als aber die Firma im Jahr 2000 mit Unterstützung des damaligen VP-Bezirksvorstehers den Park entlang der Wienzeile mit einem sechsstöckigen Bürohaus samt Tiefgaragen und Autotunnel verbauen wollte, kandidierte ich wieder für das Bezirksparlament. Der schwarze Vorsteher wurde abgewählt, der Bau verhindert und ich bin seither wieder Bezirksrat.

Als Medienbeauftragter der Bezirksgruppe sorgte ich viele Jahre dafür, dass grüne Anliegen auch ohne großes Werbebudget immer wieder unübersehbar in Zeitungen und elektronischen Medien ihren Platz finden. Weiters werden politisch interessierte BezirksbewohnerInnen von mir regelmäßig mittels Mail-Verteilerliste über aktuelle Themen informiert.

An der Rettung des Naschmarktes vor der geplanten Großgarage habe ich durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und die Gründung eines Prominenten-Komitees mitgewirkt. Auch an der Verhinderung des Hochhaus-Baues bei der U4-Station Kettenbrückengasse war ich maßgeblich beteiligt.

Ich stehe für konsequente und langfristig geplante Basisarbeit und bemühe mich seit Jahrzehnten, grüne Grundwerte zumindest im lokalen Rahmen praktisch umzusetzen. Zu diesen Werten zählen für mich nicht zuletzt auch gelebte Basisdemokratie und der faire und menschlich integere Umgang mit den eigenen KollegInnen.

Mehr auf: http://members.aon.at/richard.weihs


Judith ZachJudith Zach
Grüne Bezirksrätin

Seit 2001 bin ich Mandatarin der Grünen Alternative und hatte – ausgestattet mit dieser ganz neuen Möglichkeit politischer Partizipation – versucht, den Bezirk noch schöner und lebenswerter zu gestalten: Bewusste Inanspruchnahme des öffentlichen Raumes, Bevorzugung der schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen gegenüber dem alles beherrschenden Auto usw.

Meine Bemühungen fanden im Mai 2010 ein jähes Ende, als es zu jener folgenreichen Übernahme der Bezirksgruppe durch die Gemeinderätin S. Jerusalem kam. Der Rest ist Geschichte – von der Abspaltung der sechs BezirksrätInnen von der Bezirksgruppe hin zur Gründung der eigenen Liste „Echt Grün – Die Mariahilfer Alternative“, der ich, seitdem wir sie ins Leben gerufen haben, angehöre.

Das letzte Projekt, an dem ich gearbeitet habe (bevor mir und den anderen Jerusalem-ZweiflerInnen unmissverständlich klar gemacht wurde, dass sich für uns bereits Ersatz gefunden hätte und unsere Engagement nicht mehr vonnöten sei), ist von der niederländischen Stadt Utrecht abgeschaut. Es geht darum, obdachlose Menschen zu In-der-Stadt-HerumführerInnen auszubilden, ihnen über diese Tätigkeit neues Selbstbewusstsein zu geben und durch sie eine andere Seite der Stadt kennenzulernen.


Karin NadererKarin Naderer
Grüne Kandidatin

Ich lebe seit 17 Jahren im 6. Bezirk und habe die Bezirkspolitik immer mit großem Interesse verfolgt.
Die letzten zwei Jahre engagierte ich mich aktiv bei der Grünen Alternative Mariahilf und war Bezirksgruppenmitglied.

Mein besonderes Interesse gilt der Gegenwartskunst, da ich über viele Jahre in Galeriearbeit eingebunden war und ständig mit KünstlernInnen zu tun habe.

Deshalb finde ich auch, dass Kunst im öffentlichen Raum viel präsenter sein sollte!

Aber auch die Bau- und Verkehrspolitik im Bezirk verfolge ich aufmerksam, da möchte ich mich besonders für die Gleichberechtigung aller VerkehrsteilnehmerInnen einsetzen, Stichwort „Shared Space“.

Ich schätze die Möglichkeit, unseren gemeinsamen Lebensraum mitgestalten zu können.


Waltraud FreybergerWaltraud Freyberger
Grüne Bezirksrätin

Wirtin in Pension, grüne Bezirksrätin. Sie führte jahrzehntelang das Restaurant Schmauswaberl (Linke Wienzeile 64). Kennt aus eigener Erfahrung die Schwierigkeiten, mit denen kleine Gewerbetreibende konfrontiert sind. Als Angehörige der älteren Generation setzt sie sich für deren Anliegen ein. Zeichnet und malt in ihrer Freizeit.

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